Kaum ein Anblick und Bild verlautet so klar „Japan“, wie ein Bild der leuchtend roten Chureito Pagode mit dem blau-weisen Fuji majestätisch im Hintergrund. Daher war für uns völlig klar, dass auch wir hier einen Abstecher hin machen mussten.

Mit dem Auto war die Anfahrt zum Glück ein Klacks. Klugerweise steuerten wir einen Parkplatz etwas weiter von der Pagode entfernt an, womit dieser bei unserer Ankunft noch mehr als genug freie Plätze hatten. Je näher wir zu Fuß an die Pagode kamen, desto mehr Autos schlängelten sich durch die Straßen, um noch einen „nahen“ freien Parkplatz zu erhaschen. Natürlich war in kürzester Zeit alles voll. Was für ein Chaos!

Der Weg zu der auf einem Berg gelegenen Pagode war ganz nett – denn hoch nahmen wir nicht die vielen vielen, gar endlos wirkenden Treppen, sondern den sich Serpentinen-mäßig schlängelnden geraden (wenn auch gut ansteigenden) geteerten Weg. Andere Passanten, welche die hunderten(?), gar tausenden(!?) Treppen hoch stiegen, kamen ganz schön schnaufend, pustend, und etwas vor sich hin fluchend an… 🙂

An der Pagode selbst zu sein wirkt sehr surreal. Man kennt die Bilder tausendfach, in unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten… doch man kennt eben nur diese eine Blickrichtung, in der die Pagode und der Fuji ein Bildpaar ergeben. Die Pagode von unten, links, rechts, und anderen Winkeln klar betrachten zu können war daher sehr unterhaltsam.

Vermutlich dank Corona war relativ wenig los. Ein paar Foto-Enthusiasten tümmelten sich für das perfekte Bild bzw. das perfekte Selfie am Hang, doch dort konnten wir uns ohne große Probleme dazwischen durchschlängeln, und unsere eigenen Bilder ergattern. Und was für ein perfekter Tag mit einer perfekten Aussicht wir doch hatten… 🙂

Auf dem Weg zur Pagode und dem Rückweg kann man übrigens auch tolle Aufnahmen vom Fuji erhaschen. Das sind dann irgendwie die „Bonusbilder“, mit denen man gar nicht gerechnet hatte, die man aber trotzdem gerne annimmt.

Eine kleine „nachträgliche Weisheit“ noch… Macht auf jeden Fall mindestens ein Selfie mit Pagode (& Fuji). Wir haben unsere Selfies etwas abseits des „Hauptspots“ gemacht, um dem Getümmel etwas aus dem Weg gehen zu können – daher habe ich zwar sehr illustrative und schöne Pagoden-Fuji-Bilder, jedoch könnten diese auch 1:1 aus einer Google-Suche stammen. Viel lustiger finde ich dafür die Fuji-Selfies, bei denen wir dumme Gesichter gemacht haben, und die ich mir auch gerne nochmal anschaue, um über die dahinter steckende Geschichte zu lachen.

(26.03.2021)

Kategorien: 2020japan

mangakania

Manga-Fanatikerin und langjährige Anhängerin von Japan, Japanisch und allem was dazu gehört!

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