Hoch, hoch hinaus geht es heute … oder doch nicht? Eine reine Touristen-Brücke steht auf dem Programm, um Berge und Täler bewundern zu können.

Es gibt Orte und Event-Punkte, die ich alleine sicher nie angesteuert hätte. Dieser heutige Abstecher gehört da mit dazu. Denn als Person mit relativer Höhenangst fand ich den Namen „Mishima Sky Walk“ nicht gerade vertrauenserweckend..!

Bei dem Sky Walk handelt es sich um eine 2015 eröffnete 400 Meter lange Hängebrücke, die an ihrem „höchsten“ Punkt 70 Meter über einem Tal schwebt. Erstaunlicherweise hat mich der Gang über die Brücke überhaupt gar nicht gestört, Höhenangst zum Trotz. Ich glaube, das lag an ein paar Faktoren: die Brücke ist zum einen wirklich sehr groß, und damit auch relativ träge. Großes hin und her schwingen, oder beim Laufen hoch und runter wackeln, wie auf kleinen Holz-Hängebrücken, erlebt man hier nicht. Zudem ist sie gut breit – zwei Kinderwägen kommen gut aneinander vorbei, man kann „den Abgrund“ am äußeren Rand der Brücke daher gut umgehen, indem man etwas mittig läuft. Zuletzt war der Boden auch fest, solide, und blickdicht. Es gab in der Mitte zwar ein Gitter, durch das man unter sich schauen konnte, es war aber dicht und dick genug, dass man den Abgrund nicht sehen musste, wenn man nicht explizit im richtigen Winkel schaute.

Am Ende der Brücke gibt es einen extra angelegten Eventbereich. Man kann mit Klettergurten durch Hochseilgärten und den Wald hangeln, oder an einer Seilrutsche parallel zum Sky Walk durch das Tal saußen. Gepaart mit einer Möglichkeit, Segway zu fahren, sowie diversen Cafés und Kuscheltierzoos ist für jung und alt einiges geboten. Doch der Spaß kostet natürlich auch. Neben den 1.000JPY (knapp 8€) für die Überquerung des Sky Walk gibt es noch ein zusätzliches Ticket für die im Flower Park angesiedelten Attraktionen.

Doch die Hauptattraktion der Brücke ist natürlich etwas anderes: Solange das Wetter klar ist, kann man hier herrlich über die Suruga Bucht der Stadt Mishima schauen, und selbstverständlich auch den bemerkenswerten Fuji am Horizont bewundern. Und was für ein Ausblick wir hatten! Absolut traumhaft. Das dachte sich wohl auch der Fuji, denn hin und wieder spickelte er mal aus seinem Wolkenvorhang hervor.

(26.03.2021)

Kategorien: 2020japan

mangakania

Manga-Fanatikerin und langjährige Anhängerin von Japan, Japanisch und allem was dazu gehört!

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar