Neben den in Deutschland wohl bekannten roten, normalen Schokolade-Kitkat gibt es gerade in Japan eine überwältigende Menge an unterschiedlichen, limitierten, speziellen, saisonalen, oder einfach kuriosen Geschmacksrichtungen. Ein Selbstversuch.

Rückblick, die Erfahrung bisher

Am besten bekannt sind sicher die unterschiedlichen Matcha-Kitkat (抹茶 Grüntee), da dies einer der Geschmäcker ist, die man mit Japan verbindet. Daher gibt es diese auch in diversen Variationen – hell und dunkel, bitterer und süßer, mit Fruchtstücken drin, oder ganz einfach pur.

Auch wenn ich dieses Jahr noch keine der Matcha-Kitkat gegessen habe, kann ich doch sicher sagen, dass ich sie mag. In allen bisherigen Japanaufenthalten wurde mindestens einmal zu einer Matcha-Kitkat Version gegriffen, so als besonderer Snack zwischendurch.

Nonononono

Wovon man aber auf jeden Fall die Finger lassen sollte – Sake Kitkat. Uff, das war 2019 ein Erlebnis. Wir wollten die Tüte nicht einmal leer essen, so ungenießbar fanden wir 2019 die speziellen Sake-Kitkat. Der künstliche Geruch und Geschmack waren so abstoßend, ohne dass man so richtig beschreiben kann, was eigentlich so ungenießbar war. Es wirkte, schmeckte, und roch einfach nur „falsch“. Never again…

Die Neulinge

In einem der japanischen Supermärkte, die wir in in unserer dreiwöchigen Anwesenheit bisher besucht haben, stolperten wir über eine breite Auswahl an süßen und unbekannten Schokokeksen. Die diesmalige Ausbeute brachte daher folgende Geschmäcker mit sich:

  • Weiße Schokolade mit Knusperstücken – Definitiv der Favorit des heutigen Stapels, da es sehr „normal“ und einfach im Geschmack war. Manchmal brauchen Schokis und Snacks gar nicht allzu extravagant sein. Waffel, Schokolade – fertig. Lecker.
  • Strawberry Cheesecake – Erstaunlich unbeeindruckend. Ist okay und kann man essen, haut einen aber nicht so hundert Prozent vom Hocker.
  • Shinshu Apfel – Während das erste Stück relativ unangenehm war, da der künstlich-süße Apfelgeschmackt sehr dominant wirkte, fiel uns dies bei den weiteren Stücken tatsächlich nicht weiter auf. Im Gegenteil, je mehr man davon gegessen hat, desto erträglich bzw. angenehmer wurde der Apfel-Anteil in der Schokolade. Während ich zwar immer noch ein frisches Stück Apfel in ein Schoko-Fondue vorziehen würde, kann man dieses Kitkat doch genießen und lieben lernen.
  • Sparkling Wine with Strawberry – Diese Geschmacksrichtung ist für mich mit einem großen Fragezeichen begleitet. Während es zwar irgendwie essbar ist, freut man sich nicht so richtig über den Geschmack. Ein Freund von uns beschrieb es sehr treffend als „Das schmeckt genau so, wie man sich künstlichen Sekt-Geschmack vorstellen würde“. Nachkaufen werde ich es sicherlich nicht.
  • Onsen Manjuu – Das unbeliebte Kind des Haufens. Mir wurde beim Essen geradezu übel, war der sich ausbreitende Geschmack des vermeindlichen leckeren Badehaus-Snacks doch enorm abstoßend. Eigentlich handelt es sich bei Manju um ein kleines rundes Teiggebäck, das mit einer süßen roten Bohnenpaste gefüllt ist. Doch was auch immer bei der Kitkat Herstellung schief lief, in die Keks-Schoko-Waffeln gepackt schmeckte diese Kombination nur nach abgestandenen, schlecht gewordenen Süßigkeiten.

Als gesamtews Fazit bleibt für mich eigentlich nur zu sagen, dass das Experimentieren mit den unterschiedlichen Geschmäckern zwar sicher lustig und ein Erlebnis ist… doch am Ende schlägt eben nichts das ganz traditionelle Kitkat. Waffel und normale Milchschokolade – die zwei passen eben doch am besten zusammen 🙂

Kategorien: 2020japan

mangakania

Manga-Fanatikerin und langjährige Anhängerin von Japan, Japanisch und allem was dazu gehört!

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