Ein wichtiger Faktor für den guten Start in den Tag ist für viele ja das Frühstück. Im Arbeitsalltag ignoriere ich dies meist, oder greife auf eine simple, trockene Brezel zurück. Doch jetzt sind wir in Japan! Voll mit exotischem Essen! Daher folgt nun eine Ode an die Frühstücke der ersten Etappe.

O Sol‘ Caffeeoa!

Bei unserer ersten Umrundung / Erkundung des Hotelumfelds stolperten wir eine Parallelstraße weiter bereits über das Sol’s Caffee. Zu Beginn als Anlaufstelle für frischen Kaffee auserkohren setzten wir uns auch in das sympathische, rustikale Lokal rein – wollten das Frühstücksmenu jedoch erstmal nicht weiter billigen, da die Ausstellung doch etwas mager aussah.

Als unsere Sitznachbarn ihr Frühstücksset bekamen, änderten wir unseren Kurs. Zwei unserer Truppe bestellten gleich am ersten Tag noch das Set nach, wir probierten es am nächsten Tag aus. Angeboten wurde ein frisch aufgebackenes Weißbrot (anfangs ein sehr massiver, dicker Toast, der später, als der Toast alle war, durch ein längliches Brötchen ausgetauscht wurde) mit Honig und Butter, sowie ein Glas mit (Soja?)Joghurt, der eine Art Fruchtgelee und Mandeln untergemischt hatte.

Als Nicht-Kaffee-Trinker beließ ich persönlich es meist bei einem kalten Kakao (hier schmeckte der Kakao immerhin nach Kakao, bei Starbucks bekam ich mal einen Iced Coffee…), und verzichtete die meisten Tage auf das Frühstücksset. Während frisch aufgebackenes Brot mit Honig und Butter durchaus lecker ist, hält es mich leider nicht zufriedenstellend lang satt, und wirklich süß frühstücken tue ich eigentlich auch nicht.

The Holy Dreieck

Das Lieblingsfrühstück meiner Wahl bleibt bisher nach wie vor – Onigiri! Gekochter Reis in Dreiecksform, gefüllt mit so ziemlich allem, was essbar ist – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Mein All-Time-Favourite ist und bleibt Tunfisch mit Mayonaise, doch auch Umeboshi (saure eingelegte Pflaume) und Lachs gefallen mir sehr. Es gibt auch vegetarische Optionen mit Ei oder Seetang (Wakame), mit Pilzen oder eingepackt in eingelegten Tofu (wie Inari Sushi).

Onigiri gibt es in jedem Supermarkt, an jedem Conbini, und manchmal auch an kleinen Essensständen, handgemacht. Füllungen und Angebot variieren, doch finden tut man eigentlich immer was. Ein absoluter Traum, und etwas, das ich in Deutschland definitiv wieder vermissen werde. (Man kann sie natürlich auch leicht selbst machen, aber gekauft ist natürlich viel bequemer ;D )

Eine ganz süße Überraschung

Noch in Deutschland ist uns, als wir Google Maps mit der Umgebung des Hotels offen hatten, ein ganz bestimmtes Lokal ins Auge gefallen, das wir dringend ausprobieren mussten: die Dandelion Chocolate Factory, einen sehr kleinen, kompakten Laden, die Schokolade von Grund auf selbst herstellen.

Man kann im Laden selbst von der Anlieferung der Säcke voll Kakaobohnen bis zur Schmelze und Verpackung der fertigen Schokolade alles begutachten (und am Ende das fertige Produkt natürlich auch kaufen). Im Shop selbst werden auch Cookies, Kuchen, Brownies und diverse heiße und kalte Schokoladengetränke angeboten, die wir einen Tag als Frühstück ausprobiert haben.

Während alle Sachen wirklich top geschmeckt haben, und man die Qualität wirklich gemerkt hat, waren es doch gefühlt 5.000 Kilokalorien pro Biss, die man als süßes Frühstück zu sich nahm. Alles war enorm mächtig, ohne wirklich „satt“ zu werden. Am Morgen sollte man daher hier vielleicht nicht einkehren, aber als Snack am Mittag ist es allemal eine Empfehlung wert. Besonders schön war auch der Sitzbereich im ersten Obergeschoss des Lokals, in dem man auf bequemen Sofas im klimatisierten „Wohnzimmer“ Feeling seine Speisen genießen konnte.


mangakania

Manga-Fanatikerin und langjährige Anhängerin von Japan, Japanisch und allem was dazu gehört!

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