Direkt am Hauptbahnhof Tokio gelegen, und kaum fünf Minuten Fusweg entfernt (wenn man denn richtig läuft) liegt der Kaiserpalast, umgeben von Gärten. Eine Diashow des Grünen.

Eine Enttäuschung war sehr schnell bei meinen Begleitern zu vernehmen – den Palast selbst kann man weder sehen, noch nahetreten, geschweige denn betreten. Da die Kaiserfamilie auch jetzt noch als Hauptsitz in diesem Gebäude lebt, ist es der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Das nähste, was man erfahren kann, sind spezielle Events rund um die Kaiserfamilie (z.B. Trohnwechsel, Geburtstage), wenn man vom Balkon begrüßt wird.

Um den Kaiserpalast herum gibt es jedoch wunderschöne Grünanlagen. Sie sind sehr klassisch japanisch gehalten und perfekt zugeschnitten. Kaum ein Grashalm ist höher als der andere, und alle Bäume sind zur Perfektion gepflegt und getrimmt. Mit Steinen und Teichen wird alles abgerundet. Alles in allem ein wirklich schöner Anblick, durch den es sich zu schlendern lohnt – schnell sind doch die sechsspurigen Straßen, die Hochhäuser, und der Baulärm außerhalb des Grünen vergessen.

Unser Eindruck bzw. unsere Erfahrung?

Einen Wermutstropfen hat das Ganze dennoch: man kann sehr wenige Grünanlagen tatsächlich betreten, und, wie einer meiner Begleiter anmerkte – es gibt kaum Blumen oder Möglichkeiten, um Bienen in ihrem Tun zu unterstützen. Viele Wiesen schreien einen formlich fast an, dass man doch sein Picknicktuch oder die Hängematte rausholen und aufspannen soll.. doch leider ist das in den meisten Fällen unmöglich.

Als wir den Palastgarten (East Gardens nennt sich das korrekt) durchschritten haben war es unglaublich heiß. Klarster Sonnenschein ohne eine einzige Wolke prasselte uns auf den Kopf. Viel Schatten gab es leider nicht, aber immerhin konnten wir uns von Getränkeautomat zu Getränkeautomat retten (denn diese gibt es hier natürlich auch!).

Kategorien: 2019japan

mangakania

Manga-Fanatikerin und langjährige Anhängerin von Japan, Japanisch und allem was dazu gehört!

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