Es ist Mal wieder soweit – Japan! Mein inzwischen vierter Aufenthalt schlug abermals ein völlig anderes Kapitel auf, als die bisherigen Besuche. Nach einem zweiwöchigen Homestay Sportaustausch in 2009, einem in Yokohama wohnen- und arbeitenden dreimonatigen Auslandsaufenthalt über die Firma, und dem letztjährigen, einmonatigen Roadtrip durch Tohoku ging es diesmal als Vierergruppe auf die Reise.

Das Vorgeplänkel

Begleitet werde ich dieses Mal von zwei guten Freunden (S und W) und meinem Freund (F), die alle drei zum ersten Mal in Japan sind. Die Reise wurde schon lang im Voraus geplant (Flugbuchung erfolgte im Juni 2018) und es stand auch bereits ein sehr grober Rahmen – Tokyo und Kyoto müssen mit drin sein, und dazu noch alles, was zu einem guten ersten Aufenthalt so gehört!

Der Reisezeitraum wurde bewusst auf Mai gesetzt, da viele Umstände hier zusammen fielen: es ist nach der Golden Week (Hauptreisezeit der Japaner), zwischen Ostern und Pfingsten (Hauptreisezeit der Eltern mit schulpflichtigen Kindern), einen Monat lang, vor der Regenzeit (beginnend etwa im Juni/Juli) und vor der tropisch heißen Sommerhitze. Auch wenn wir für die Kirschblüte damit zu spät waren – der Zeitraum passte perfekt.

Die weitere Reiseplanung zog sich sporadisch über die Zeit verteilt fort, mit einigen unstrukturierten Ideensammlungen und ToDo Auflistungen, zu diversen gemeinsamen Japan-schwelg-Abenden, und vielen weiteren Inspirationen über YouTube. Ich als „Guide“, der „das Land kennt“ und „die Sprache spricht“ (haha) übernahm dabei auch etwas die Vorsortierung aus „das wird euch nicht interessieren“, „das ist reiner Touri-Müll“ und „been there – done that – awesome!“ Empfehlungen.

Als die Countdowns dann von Monaten auf Wochen und von Wochen auf Tagen wechselten wurde der Plan für die ersten Tokyo-Tage etwas spezifischer, um für den Anfang eine Orientierung zu haben. Dazu in den jeweiligen Tagesberichten dann natürlich mehr. Mit viel Spannung im Bauch, einem groben Startplan und sonst vielen noch zu füllenden Tagen und prall gefüllten Koffern ging es dann bereits los – しゅっぱつ!

Die Flug-Anreise

Die diesjährige Flugverbindung unseres Vertrauens war dieselbe, die ich letztes Jahr gewählt hatte: Mit LOT Polish Airlines von Stuttgart nach Warschau (etwa zwei Stunden), dort ein kurzer Puffer von etwa zweieinhalb Stunden, und danach direkt weiter nach Tokio Narita – zehn Stunden dreißig.

Interessanterweise wurde unser langer Flug bei Flugstart mit einer Reisezeit von neun einhalb Stunden angegeben – die Ankunftszeit war jedoch dieselbe, da wir mit etwas Verspätung losflogen.

Über den Flug lässt sich denke ich nicht so viel berichten, außer vielleicht: der kleine Flieger hat immer deutlich mehr Torbulenzen als der Große, das Essen im Großen ist reines Glücksspiel, eine Reisezeit von achtzehnten einhalb Stunden (zwei Stunden Anfahrt mit Puffer eingerechnet, zwei Stunden vor Abflug da sein, zwei Stunden Flug, zweieinhalb Stunden Aufenthalt, zehn Stunden Flug) ist einfach nur zäh (vor allem wenn es einem danach dann so geht wie uns…), und bei der Ankunft fühlt man sich einfach nur gerädert und eklig.

Während dem (Großen) Flug habe ich mir drei Filme angeschaut: Ralph Breaks The Internet (urkomisch, toller Humor), The longest Ride (Western Schnülze, ganz okay) und The Intern (Senioren Comedy, absolut putzig). Das Mediaangebot hat mich noch nie im Stich gelassen.

Erste wichtige To-Do’s

Da ist man also, im Land der Träume, dem Utopia, wo man immer hin wollte, und wo man sofort losrennen und neues erleben möchte – doch so sofort geht das alles natürlich nicht. Zuerst mussten noch ein paar wichtige Dinge erledigt werden:

  • Geld abheben in Yen (am Seven Bank ATM, 5€ pro Abbuchung)
  • WiFi Hotspot abholen (von der Poststelle, wurde wieder bei eConnect Japan bestellt, wie letztes Jahr)
  • Japan Rail Pass einlösen (dazu folgt in Zukunft separat ein Bericht)

Das hat zwar alles eigentlich problemlos funktioniert, aber… Und das kam wirklich unerwartet… Wir mussten ÜBERALL gefühlte Ewigkeiten anstehen.

Die Passkontrolle, die letztes Jahr keine fünf Minuten gedauert hatte – zwei Stunden anstehen. An der Poststelle – gute zehn Minuten anstehen. Beim Travel-Office – eine Stunde anstehen. Es war zum verrückt werden. Der einzige Vorteil – die Zeit, bis wir unser Hotelzimmer beziehen konnten, wurde immer kürzer.

Der Abschluss des ersten Tages

Da waren wir also, 15:00 Uhr Ortszeit, nach knapp 24 Stunden Reise, und konnten endlich unser Hotelzimmer beziehen. Duschen, umziehen und einfach kurz fünf Minuten die Augen schließen sind soooooooo etwas tolles… Das weiß man an normalen Tagen gar nicht zu schätzen.

Nachdem wir uns den Tag über bereits an Conbini (Convenience Stores) mit Getränken, Onigiri, Snacks und co versorgt hatten ging es zum Abschluss des Tages (sofort ins Bett liegen hätte dem Jetlag sicher nicht gut getan) noch leckere Ramen (mit Gyoza als Häppchen nebenbei) essen – was für ein Genuss!


TL;DR

  • Erfolgreich angekommen!
  • Abreise 08.05.2019, knapp 24 Stunden Reisezeit, Ankunft 09.05.2019
  • Keine Probleme auf der Reise, aber lange Warteschlangen nach der Landung
  • Abendessen: Ramen + Gyoza!

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Kategorien: 2019japan

mangakania

Manga-Fanatikerin und langjährige Anhängerin von Japan, Japanisch und allem was dazu gehört!

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