Aus meiner Sicht ist es Pflicht, zu Beginn eines Tokyo Aufenthaltes einmal eine Vogelperspektive ergattern zu können, und auch dieses Mal wurde ich in meiner Überzeugung bestätigt. Auch wenn man Mal um Mal erzählt, wie groß und rießig und unendlich Tokyo ist, so kann ein jeder es eben doch erst wirklich begreifen, wenn man aus 450 Meter Höhe am Horizont kein Ende der Metropole erblicken kann.

Der Besuch des Skytree selbst war auch für mich ein Novum, war er doch bei meinem letzten Tokyo-Besuch 2011 noch im Bau. Damals halfen wir uns mit der Erkundung des Tokyo Towers und des Rathauses in Shinjuku weiter, wobei der Tokyo Tower im Vergleich zum Skytree kleiner, anders gebaut, und insgesamt einfach etwas älter – dafür jedoch auch günstiger und zentraler im Herzen Tokios gelegen ist.

Finde den Fehler 🙂

Für 3.010¥ (etwa 30€) pro Person hatten wir ein Kombi Ticket für beide Plattformen in der Hand und konnten direkt über den Herbst-Aufzug zur unteren Plattform aufsteigen. Vermutlich aufgrund des Wochentags und der untypischen Reisezeit mussten wir nirgends anstehen, und auch mit niemanden um etwas Freiraum boxen. Die Aussicht vom Skytree war leider nicht optimal klar, den Fuji konnten wir nicht erkennen. Es reichte gerade so, den Kaiserpalast am Dunst-Horizont ausmachen zu können. Trotzdem waren wir von der Unendlichkeit Tokios, das selbst in Lego Größe in keine Richtung aufzuhören scheint, fasziniert.

Im Skytree selbst gab es eine Hello Kitty Ausstellung, da diese Jubiläum feierte. Mit süßen, aber auch schwer nervigen Kitsch-Ansprachen wurden wir durch unterschiedliche Bereiche des Turms geführt. Eine der unteren Etagen hat als großes Highlight einen Glasboden, durch den man das mächtige Stahlkonstrukt des Turms gut erkennen kann. Schaulustige gab es definitiv genug, und mit den tendenziell eher kleinen Glasplatten und der zweilagigen Absicherung konnte auch definitiv nichts schief gehen.

Eine Stadt am Fuße des Turms

Direkt am Fuße des Skytree gibt es die „Soramachi“, einen gigantischen Komplex mit Shops, Restaurants, einem Aquarium, und vielen anderen Dingen. Zum Mittagessen liesen wir uns in einem Udon Lokal nieder, da wir uns hier sicher waren, auch eine vegetarische Option bekommen zu können – das war gestern bei Ramen dann doch etwas schwieriger.

Ansonsten gab es viele Shops zu entdecken, die von Klamotten über Schmuck und traditionelle Handwerkskunst so ziemlich alles im Angebot hatten. Als besonderes Schmankerl für uns Pokémon Go Nerds war natürlich das Pokémon Center das Highlight aller Läden, dazu später dann aber separat etwas mehr.

TL;DR

  • Skytree top
  • Vogelperspektive must see, egal von wo
  • 3.010¥ für beide Plattformen
  • Am Fuß gibt es eine Mall…
  • … mit Pokémon Center!!
Kategorien: 2019japan

mangakania

Manga-Fanatikerin und langjährige Anhängerin von Japan, Japanisch und allem was dazu gehört!

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